Zulässigkeit einer Eignungsprüfung in Bachelorstudiengängen

In der Regel berechtigt die allgemeine Hochschulreife zu einem Hochschulstudium, welches zu einem ersten Berufsabschluss führt. Für bestimmte Studiengänge kann daneben die Ablegung einer Eignungsprüfung gefordert werden. Dies betrifft insbesondere das Sportstudium sowie künstlerische Studiengänge.

Daneben gibt es Bestrebungen Eignungsprüfungen als Zugangskriterium für nichtkünstlerische Studiengänge vorzusehen. Hier gilt: Das Abiturzeugnis berechtigt grundsätzlich zur Aufnahme eines berufsqualifizierenden Studiums. Über die allgemeine Hochschulreife hinausgehende Nachweise können für das erste Hochschulstudium nur dann verlangt werden, wenn dieses besondere qualitative Anforderungen stellt. Eine Eignungsfeststellungsprüfung muss daher eine absolute Ausnahme bleiben. Hochschulen dürfen nicht für alle Studiengänge flächendeckend eine Eignungsprüfung zur Voraussetzung machen. Eignungsfeststellungsprüfungen bedürfen einer gesetzlichen Grundlage. Alle Eignungskriterien müssen durch Rechtsverordnung oder Satzung bestimmt werden. Bei der Festlegung der Eignungskriterien hat eine Orientierung an den Studieninhalten zu erfolgen. Die Hürden für die Hochschule sind daher sehr hoch.

Für die Bewertung einer Eignungsprüfung gelten die Grundsätze des Prüfungsrechts. Gerichtlich überprüfbar ist, ob Verfahrensfehler oder Verstöße gegen geltendes Recht vorliegen, die Prüfer gegen allgemeine Bewertungsgrundsätze verstoßen haben, sich von sachfremden Erwägungen haben leiten lassen oder sonst willkürlich gehandelt haben.

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