Kosten einer Studienplatzklage

Bei der Studienplatzklage entstehen Anwaltskosten und Gerichtskosten. Die Kosten sind gesetzlich geregelt und richten sich grundsätzlich nach den von den jeweiligen Verwaltungsgerichten festgesetzten Streitwerten. Da die Verwaltungsgerichte die Streitwerte unterschiedlich festsetzen, entstehen je Studienplatzklageverfahren Kosten in unterschiedlicher Höhe.

Die Vergütung der Rechtsanwälte ist im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Abweichungen von den dort für die Durchführung gerichtlicher Verfahren festgelegten Gebühren nach unten sind untersagt. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz stellt diesbezüglich eine Mindestpreisvorschrift dar. Rechtsanwälte dürfen für gerichtliche Verfahren keine Pauschalvereinbarungen treffen, die unterhalb dieser gesetzlichen Gebühren liegen.

Bitte lesen Sie zu den Kosten einer Studienplatzklage in Ihrem Wunschstudiengang unsere Infobroschüre. Wir gehen dort auf die Kosten der am Verfahren Beteiligten detailliert ein und geben Rechenbeispiele. Die Gesamtkosten einer Studienplatzklage können insbesondere in den medizinischen Studiengängen beträchtlich sein. Wir wollen sichergehen, dass Sie sich erst nach Lektüre unserer Infobroschüre und überlegt für eine Studienplatzklage entscheiden.

Sind die Kosten steuerlich absetzbar?

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Steuerlich absetzbar bei eigenem Einkommen oder bei Zusammenveranlagung mit einem Ehepartner, bei allen anderen im Wege eines jährlichen Verlustvortrages für die Zukunft, sind in jedem Fall die Kosten für eine zweite Ausbildung, etwa für ein Studium nach einer Berufsausbildung, ein Master- nach dem Bachelorstudium, ein Medizinstudium nach dem Rettungssanitäter-Kurs. Absetzen lassen sich beispielsweise Studiengebühren und Semesterbeiträge, Fahrtkosten und Ausgaben für Arbeitsmittel.

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung oder für ein Erststudium, das zugleich eine Erstausbildung vermittelt, können hingegen nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) nicht als Werbungskosten abgesetzt werden, unterfallen aber einem der Höhe nach begrenzten Sonderausgabenabzug. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 19.11.2019 entschieden, dass solche Aufwendungen als privat (mit-)veranlasst zu qualifizieren und deshalb den Sonderausgaben zuordnen seien. Die Erstausbildung oder das Erststudium unmittelbar nach dem Schulabschluss vermittele nicht nur Berufswissen, sondern präge die Person in einem umfassenderen Sinne, indem sie die Möglichkeit biete, sich seinen Begabungen und Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln und allgemeine Kompetenzen zu erwerben, die nicht zwangsläufig für einen künftigen konkreten Beruf notwendig seien. Sie weise eine besondere Nähe zur Persönlichkeitsentwicklung auf. Auch die Begrenzung des Sonderausgabenabzugs für Erstausbildungskosten der Höhe nach sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.

Bitte beachten Sie, dass Dr. Selbmann Bergert & Hägele keine Steuerberatung im Einzelfall leistet. Wenden Sie sich hierzu bitte an einen Steuerberater. Unser Kooperationspartner, Herr Steuerberater Landgraf, steht Ihnen gern zur Verfügung.

Kontakt

Wenn Sie sich für eine Studienplatzklage interessieren und wenn Sie wissen wollen, was eine Studienplatzklage kostet, laden Sie bitte unsere aktuelle Infobroschüre herunter. Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach unverbindlich auf unserer Infoline 0800/8181555 an. Sie können uns selbstverständlich aber auch per E-Mail bzw. über unser Kontaktformular erreichen.