Kosten / Steuervorteile

Kosten einer Studienplatzklage

Bei der Studienplatzklage entstehen Anwaltskosten und Gerichtskosten. Die Gebühren sind gesetzlich geregelt und richten sich grundsätzlich nach den von den jeweiligen Verwaltungsgerichten festgesetzten Streitwerten. Da die Verwaltungsgerichte die Streitwerte unterschiedlich festsetzen, entstehen je Studienplatzklageverfahren Kosten in unterschiedlicher Höhe.

Kosten unserer vorgerichtlichen Tätigkeit

Für die vorgerichtliche Vorbereitung Ihrer Studienplatzklage (fristwahrende außerkapazäre Hochschulanträge, Hochschulranking in den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Psychologie zu den Erfolgsaussichten sowie Besprechung) berechnen wir einmalig pauschal

  • zum Sommersemester 300 EUR (1. Fachsemester Human- oder Zahnmedizin) bzw. 500 EUR (Kombi Human- und Zahnmedizin 1. FS, höhere Fachsemester)
  • zum Wintersemester 500 EUR (Human- oder Zahnmedizin oder Psychologie) bzw. 800 EUR (Kombi Human- und Zahnmedizin)
  • bei Einzelverfahren (Bachelor/Master) 300 EUR für bis zu 3 außerkapazitäre Anträge
Kosten unserer gerichtlichen Tätigkeit

Die Vergütung der Rechtsanwälte ist im Rechtsanwaltsvergütungsgesetz (RVG) geregelt. Abweichungen von den dort für die Durchführung gerichtlicher Verfahren festgelegten Gebühren nach unten sind untersagt. Das Rechtsanwaltsvergütungsgesetz stellt diesbezüglich eine Mindestpreisvorschrift dar. Rechtsanwälte dürfen für gerichtliche Verfahren keine Pauschalvereinbarungen treffen, die unterhalb dieser gesetzlichen Gebühren liegen. Wir vereinbaren Mindesthonorare (bzw. beim Studiengang Psychologie Bachelor Pauschalhonorare). Bitte lesen Sie zu den Kosten einer Studienplatzklage in Ihrem Wunschstudiengang unsere Infobroschüre für medizinische Studiengänge bzw. unsere Infobroschüre für Bachelor/Master.

Gerichtskosten und Kosten der Hochschul-Anwälte

Für die Tätigkeit der Gerichte fallen in jedem Verfahren Gerichtskosten an. Die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Streitwert, der vom Gericht festgesetzt wird. Soweit sich eine Hochschule im gerichtlichen Verfahren von einem Rechtsanwalt vertreten lässt, entstehen Gebühren nach dem Rechtsanwaltsvergütungsgesetz. Auch hierzu finden Sie nähere Informationen sowie alle Beträge in unserer Infobroschüre für medizinische Studiengänge bzw. unsere Infobroschüre für Bachelor/Master.

Gesamtkosten

Die Gesamtkosten einer Studienplatzklage setzen sich zusammen aus unserer Vergütung, den Gerichtskosten und den gegnerischen Rechtsanwaltskosten, sofern sich die verklagte Hochschule anwaltlich vertreten lässt, sowie manchmal auch Auslagen und Kosten des Verwaltungsverfahrens der Hochschule. Auf Wunsch nennen wir Ihnen vorab die nach unserer Erfahrung zu erwartenden Kosten für die von Ihnen ausgewählte Hochschule. In den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Psychologie erhalten Sie eine Kostenübersicht im Rahmen der Rankingliste. Durchschnittlich können Sie bei Studienplatzklagen in der Humanmedizin mit Gesamtkosten von  rund 1.500 EUR pro Hochschule rechnen.

Bitte lesen Sie zu den Kosten einer Studienplatzklage in Ihrem Wunschstudiengang unsere Infobroschüre für medizinische Studiengänge bzw. unsere Infobroschüre für Bachelor/Master. Wir gehen dort auf die Kosten der am Verfahren Beteiligten detailliert ein und geben Rechenbeispiele. Damit möchten wir sichergehen, dass Sie sich gut informiert und überlegt für eine Studienplatzklage entscheiden.

Sind die Kosten steuerlich absetzbar?

Belege sammeln kann sich lohnen!

Steuerlich absetzbar bei eigenem Einkommen oder bei Zusammenveranlagung mit einem Ehepartner, bei allen anderen im Wege eines jährlichen Verlustvortrages für die Zukunft, sind in jedem Fall die Kosten für eine zweite Ausbildung, etwa für ein Studium nach einer Berufsausbildung, ein Master- nach dem Bachelorstudium, ein Medizinstudium nach dem Rettungssanitäter-Kurs. Absetzen lassen sich beispielsweise Studiengebühren und Semesterbeiträge, Fahrtkosten und Ausgaben für Arbeitsmittel.

Aufwendungen für die erstmalige Berufsausbildung oder für ein Erststudium, das zugleich eine Erstausbildung vermittelt, können hingegen nach dem Einkommensteuergesetz (EStG) nicht als Werbungskosten abgesetzt werden, unterfallen aber einem der Höhe nach begrenzten Sonderausgabenabzug. Das Bundesverfassungsgericht hat mit Beschluss vom 19.11.2019 entschieden, dass solche Aufwendungen als privat (mit-)veranlasst zu qualifizieren und deshalb den Sonderausgaben zuordnen seien. Die Erstausbildung oder das Erststudium unmittelbar nach dem Schulabschluss vermittele nicht nur Berufswissen, sondern präge die Person in einem umfassenderen Sinne, indem sie die Möglichkeit biete, sich seinen Begabungen und Fähigkeiten entsprechend zu entwickeln und allgemeine Kompetenzen zu erwerben, die nicht zwangsläufig für einen künftigen konkreten Beruf notwendig seien. Sie weise eine besondere Nähe zur Persönlichkeitsentwicklung auf. Auch die Begrenzung des Sonderausgabenabzugs für Erstausbildungskosten der Höhe nach sei verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden.

Bitte beachten Sie, dass Dr. Selbmann Bergert & Hägele keine Steuerberatung im Einzelfall leistet. Wenden Sie sich hierzu bitte an einen Steuerberater. Unser Kooperationspartner, Herr Steuerberater Landgraf, steht Ihnen gern zur Verfügung.

Kontakt

Wenn Sie sich für eine Studienplatzklage interessieren und wenn Sie wissen wollen, was eine Studienplatzklage kostet, laden Sie bitte unsere aktuelle Infobroschüre für medizinische Studiengänge bzw. Infobroschüre für Bachelor/Master herunter. Für Rückfragen stehen wir Ihnen selbstverständlich gern zur Verfügung. Rufen Sie uns einfach unverbindlich unter 0341/3067070 an. Sie können uns selbstverständlich aber auch per E-Mail bzw. über unser Kontaktformular erreichen.