Master einklagen

Wer nach bestandener Bachelorprüfung seinen Master einklagen möchte, muss sich auf ein mehrschichtiges Vorgehen einstellen. Oft ist es ratsam, parallel zur Studienplatzklage auch die Ablehnungsbescheide im Vergabeverfahren innerhalb der festgesetzten Kapazität anzugreifen.

Rechtsschutz im herkömmlichen Vergabeverfahren

1. Stufe: Eignungsfeststellung für den Masterstudiengang

Häufig macht eine Hochschule den Zugang zum Masterstudium vom Bestehen einer Eignungsfeststellungsprüfung abhängig. Dazu wird von vielen Hochschulen eine Notengrenze des Bachelorzeugnisses herangezogen. Andere Hochschulen stellen auf bestimmte Teilleistungen im Bachelorstudium ab. Einige Gerichte akzeptieren die Heranziehung des Notendurchschnitts im Bachelor-Zeugnis als Eignungskriterium. Klärende Entscheidungen des Bundesverwaltungsgerichts bzw. des Bundesverfassungsgerichts zu dieser Frage liegen noch nicht vor.

2. Stufe: Auswahlverfahren der Hochschule

Die bestandene Eignungsüberprüfung ist keine Garantie für einen Studienplatz, da die Anzahl der Bewerbungen die Anzahl der freien Studienplätze vielerorts übersteigt. In vielen Studiengängen sind Bachelor-Absolventen auf eine Zulassung zum Masterstudium angewiesen. Dies betrifft insbesondere Lehramts- und Psychologie-Studiengänge.

Die Nichtzulassung zum Studium im Auswahlverfahren ist ein Eingriff in das grundgesetzlich verbürgte Recht auf Berufsfreiheit. Ein solcher bedarf einer Rechtsgrundlage. Voraussetzung ist daher, dass es eine ordnungsgemäß verkündete Auswahlsatzung gibt und dass das Auswahlverfahren fehlerfrei durchgeführt wurde. Das Oberverwaltungsgericht Münster geht z.B. davon aus, dass in Nordrhein-Westfalen die Note des Bachelor-Zeugnisses das wichtigste Auswahlkriterium darstellt.

Rechtsmittel gegen Ablehnungsbescheide im Eignungsfeststellungsverfahren und im Auswahlverfahren

Soweit es Anhaltspunkte für Verfahrensfehler gibt, muss gegen die Mitteilung, dass die Eignungsprüfung nicht bestanden wurde, und gegen den Ablehnungsbescheid im Auswahlverfahren Rechtsmittel erhoben werden. Lassen Sie in jedem Einzelfall ablehnende Bescheide durch uns überprüfen. Gerade bei der Neueinführung von Studiengängen werden häufig Fehler gemacht. Ansatzpunkte für die Rechtswidrigkeit des Bescheides sind beispielsweise eine fehlende Rechtsgrundlage für die Durchführung der Eignungsprüfung, fehlerhafte Auswahlkriterien oder die Nichtanerkennung an Fachhochschulen absolvierter Module für einen Masterstudiengang an einer Universität.

Studienplatzklage

Wenn ein Bewerber die Eignungsfeststellungsprüfung vorweisen kann, besteht wie in allen zulassungsbeschränkten Studiengängen, so auch hier beim Master, die Möglichkeit der Durchführung einer Studienplatzklage. Wer seinen Master einklagen möchte, muss sich zunächst außerhalb der festgesetzten Kapazität bewerben.

Voraussetzung für die Studienplatzklage ist ein Antrag an die Hochschule auf Zulassung außerhalb der festgesetzten Kapazität. Dieser außerkapazitäre Hochschulantrag ist an bestimmte Fristen gebunden, die in einigen Bundesländern bereits am 15. Juli für ein Wintersemester bzw. am 15. Januar für ein Sommersemester ablaufen.

Kontaktieren Sie uns zum Thema Master einklagen bitte rechtzeitig und warten nicht die ab, bis Sie einen Ablehnungsbescheid im regulären Bewerbungsverfahren erhalten haben. Dann ist in einigen Bundesländern die Frist für die außerkapazitären Bewerbungen bereits verstrichen.

Unser Rat: Optimieren Sie Ihre Studienplatzklage 2017!

  • Erstens: Bewerben Sie sich bitte an allen für Sie in Frage kommenden Hochschulen eigenständig im regulären Vergabeverfahren auf einen Studienplatz.
  • Zweitens: Erteilen Sie uns möglichst früh einen Auftrag zur Stellung der so genannten außerkapazitären Hochschulanträge an den Hochschulen mit frühen Fristen. Wichtig sind der 15. Januar 2017 und der 1. März 2017 für das Sommersemester 2017 und der 15. Juli 2017 und der 1. September 2017 für das Wintersemester 2017/18. Wer nichts unternimmt, weil er erst das Ergebnis im regulären Vergabeverfahren abwarten will, kann in diesen Bundesländern keine Studienplatzklage betreiben! Ihr Vorteil: Durch eine gestufte Mandatsbearbeitung ermöglichen wir Ihnen eine optimale Studienplatzklage, auch wenn Sie sich erst später entscheiden möchten, ob, gegen wie viele und gegen welche Universitäten sie eine Studienplatzklage wünschen.

Kontakt

Wenn Sie sich für eine Studienplatzklage Master interessieren, rufen Sie uns unverbindlich auf unserer Infoline 0800/8181555 (kostenfrei im Festnetz) an. Sie können uns zum Thema Master-Studium einklagen selbstverständlich aber auch per E-Mail bzw. über unser Kontaktformular erreichen. Oder Sie füllen gleich unser Formular für Interessenten einer Studienplatzklage aus. Unser Formular steht Ihnen wahlweise als Online-Formular oder als pdf-Formular zur Verfügung: