Studienplatzklage Lehramt

An über 70 Universitäten und Pädagogischen Hochschulen in Deutschland werden Lehramtsstudiengänge angeboten. Die Auswahlmöglichkeiten sind aber je nach Schulart und je nach Fächerwunsch eingeschränkt. Wer beispielsweise Sonderpädagogik / Lehramt an Förderschulen studieren möchte, hat nur rund 20 Hochschulen zur Auswahl.

So unterschiedlich die Schulsysteme und Lehrpläne in den Bundesländern sind, so unterschiedlich gestaltet sich auch die Lehrerausbildung. Während an einigen Hochschulen das Grundstudium in den Unterrichtsfächern und eine Spezialisierung auf die Schulform oder Schulstufe erst im Masterstudium erfolgt, ist das Studium an anderen Hochschulen von Anfang an auf das konkrete Berufsziel ausgerichtet.

Auch die Studiengangsbezeichnungen und Abschlüsse sind verschieden. Ob Bachelor of Education, lehramtsbezogener Bachelor, Zwei-Fach-Bachelor mit Lehramtsoption oder Staatsexamen — am Ende der Ausbildung starten Absolventen mit dem Abschluss Master of Education und/oder dem Staatsexamen gleichermaßen in den Vorbereitungsdienst.

Obwohl die Abschlüsse grundsätzlich in anderen Bundesländern anerkannt werden, sollten sich Bewerber im Vorfeld gut informieren. In einigen Bundesländern können im Rahmen des Lehramtsstudiums Unterrichtsfächer gewählt werden, die in anderen Bundesländern gar nicht gelehrt werden.

Dem in der Vergangenheit ausreichenden Kontingent an Studienplätzen steht eine in den letzten Semestern schnell wachsende Zahl von Bewerbern insbesondere in der Grundschul- und Sonderpädagogik gegenüber. Damit verbunden war eine Verschärfung des Numerus Clausus. Durch die steigende Bewerberzahl müssen die Hochschulen immer mehr Studierwilligen eine Absage erteilen und die Wartezeit auf einen Studienplatz steigt. Für die leer ausgegangenen Bewerber bietet sich über die Studienplatzklage die einzige Chance das Wunschstudium dennoch aufnehmen zu können.

Unsere Erfahrung zeigt, dass die Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage im Fach Lehramt für diejenigen, die nicht ortsgebunden sind und unseren Klageempfehlungen folgen, gut sind. Anders als in medizinischen Studiengängen treffen in den gerichtlichen Verfahren um einen außerkapazitären Studienplatz im Studiengang Lehramt deutlich weniger Antragsteller aufeinander.

Bislang endeten 9 von 10 unserer Verfahren erfolgreich. Fast alle unserer Mandanten konnten sich somit über einen Studienplatz in ihrem gewünschten Lehramtsstudiengang freuen. Um den Risiken Überbuchung und steigende Antragstellerzahlen vorzubeugen, empfehlen wir, sich nicht nur auf eine Hochschule zu konzentrieren. Nach unserer Einschätzung ist es ratsam Studienplatzklagen gegen 2-3 Hochschulen durchzuführen.

Bei der regulären Bewerbung um einen Studienplatz ist ebenso wie bei der Stellung des außerkapazitären Hochschulantrages und des gerichtlichen Antrages auf die richtige Bezeichnung des Studiengangs und die richtige und vollständige Auswahl der Fächer (z. B. Unterrichtsfächer, sonderpädagogische Förderschwerpunkte, Haupt- und Nebenfach, Erst- und Zweitfach) zu achten.

Nicht selten sind einzelne Unterrichtsfächer wie Deutsch, Englisch oder Biologie zulassungsbeschränkt. Dann kann es passieren, dass in einem der Fächer ein Teilzulassungsbescheid ergeht, die Zulassung in dem anderen Fach jedoch abgelehnt wird. Vorsichtshalber sollten Bewerber versuchen, sich im Falle einer Teilzulassung durch Auswahl eines zulassungsfreien zweiten Fachs im gewünschten Studiengang einzuschreiben. Die fehlende Zulassung für das gewünschte zweite Fach kann dann im Rahmen der Studienplatzklage begehrt werden. An manchen Hochschulen ist die Auswahl eines zulassungsfreien Fachs allerdings nicht möglich und die Teilzulassung nützt dem Bewerber nichts. Daher ist in jedem Fall genau zu prüfen, worauf sich die Studienplatzklage erstreckt und ob sie hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet.

Voraussetzung für die Durchführung einer Studienplatzklage sind Hochschulanträge außerhalb der festgesetzten Kapazität, die wir für unsere Mandanten bei der jeweiligen Hochschule stellen. Beachten Sie bitte die frühen Fristen, die in einigen Bundesländern bereits am 15. Juli und am 1. September für ein Wintersemester bzw. am 15. Januar und am 1. März für ein Sommersemester ablaufen. Interessenten einer Studienplatzklage in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen und Nordrhein-Westfalen bewerben sich bitte unbedingt auch eigenständig im regulären Vergabeverfahren auf einen Studienplatz an diesen Hochschulen!

Unser Rat: Optimieren Sie Ihre Studienplatzklage!

  • Erstens: Interessenten einer Studienplatzklage in Brandenburg, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, im Saarland, in Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und teilweise in Niedersachsen bewerben sich bitte unbedingt eigenständig im regulären Vergabeverfahren auf einen Studienplatz an diesen Hochschulen.
  • Zweitens: Erteilen Sie uns möglichst früh einen Auftrag zur Stellung der so genannten außerkapazitären Hochschulanträge an den Hochschulen mit frühen Fristen. Wichtig sind der 15. Juli 2017 und der 1. September 2017 für das Wintersemester 2017/18 sowie der 15. Januar 2018 und der 1. März 2018 für das Sommersemester 2018. Ihr Vorteil: Durch eine gestufte Mandatsbearbeitung ermöglichen wir Ihnen eine optimale Studienplatzklage, auch wenn Sie sich erst später entscheiden möchten, ob, gegen wie viele und gegen welche Universitäten sie eine Studienplatzklage wünschen.

Kontakt

Wenn Sie sich für eine Studienplatzklage interessieren, rufen Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch unverbindlich auf unserer Infoline 0800/8181555 (kostenfrei im Festnetz) an. Sie können uns zum Thema Lehramtsstudium einklagen selbstverständlich aber auch per E-Mail bzw. über unser Kontaktformular erreichen. Oder Sie füllen gleich unser Formular für Interessenten einer Studienplatzklage aus. Unser Formular steht Ihnen wahlweise als Online-Formular oder als pdf-Formular zur Verfügung: