Unsere Klagestrategie

Sie haben davon gehört, dass man den gewünschten Studienplatz einklagen kann und möchten wissen, wie eine Studienplatzklage funktioniert, und was wir für Sie tun?

Rechtlicher Hintergrund der Studienplatzklage

Nach der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts haben Studienplatzbewerber einen verfassungsrechtlich garantierten Anspruch auf eine erschöpfende Ausnutzung der an den Universitäten und (Fach-)Hochschulen vorhandenen Ausbildungskapazitäten. Diese werden von den Universitäten und Hochschulen mindestens einmal jährlich durch einen komplizierten Rechenvorgang ermittelt.

Die Kapazitätsberechnungen der Hochschulen sind häufig fehlerhaft. Freie Ausbildungskapazitäten werden bewusst oder unbewusst von den Hochschulen verschwiegen. Die Hochschulen stehen unter Sparzwängen und insbesondere Studienplätze in den medizinischen Studiengängen sind sehr teuer. Deshalb unterliegen die Hochschulen der Versuchung, gerade bei diesen ausbildungsintensiven Studienplätzen die Sparschraube anzuziehen.

Vor diesem Hintergrund kommt es bereits seit einigen Jahrzehnten zu dem bemerkenswerten Vorgang, dass Jahr für Jahr zusätzliche Studienplätze in den verschiedensten Studiengängen und Fachsemestern von den Verwaltungsgerichten verteilt werden.

Übrigens: Entgegen landläufiger Meinung nehmen Studienplatzkläger den Bewerbern im herkömmlichen Vergabeverfahren keine Studienplätze weg. Vielmehr besetzen Studienplatzkläger zusätzlich vorhandene Studienplätze, die ohne sie frei geblieben wären.

Unsere Strategie: Optimal klagen + Kosten begrenzen

Als Spezialkanzlei für die Studienplatzklage stellen wir uns der Herausforderung, unseren Mandanten nur diejenigen Hochschulen für eine Studienplatzklage zu empfehlen, die hierfür aussichtsreich erscheinen. Unsere Mandanten erhalten von uns in den Studiengängen Humanmedizin, Zahnmedizin, Tiermedizin und Psychologie ein sorgfältig erstelltes Ranking zu den Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage an den jeweiligen Hochschulen. In diese Rankings fließen unsere gesammelten statistischen Erhebungen, Analysen der verwaltungsgerichtlichen Entscheidungen, etwaige Veränderungen der Zulassungszahlen, unsere jahrelange Erfahrung über die verwaltungsgerichtliche Kontrolldichte und nicht zuletzt ein Schuss Intuition ein. Unsere Trefferquote bei der Auswahl der Hochschulen ist außerordentlich hoch. Indem Sie sich an unseren Rankings orientieren, sparen Sie bares Geld!

Übrigens: Eine fundierte Erfolgsprognose für die Studienplatzklageverfahren an den jeweiligen Hochschulen ist grundsätzlich erst ab Mitte August / Anfang September für ein Wintersemester bzw. ab Ende Februar / Anfang März für ein Sommersemester möglich. Erst zu diesem Zeitpunkt liegen alle Zulassungszahlenverordnungen und -satzungen der Bundesländer und Hochschulen vor. Die Zahlen geben Hinweise darauf, ob sich die Hochschulen bei ihren Kapazitätsberechnungen an die Vorgaben der Verwaltungsgerichte gehalten haben oder nicht. Erst aus der Analyse dieser Daten lassen sich Erfolgswahrscheinlichkeiten ableiten. Wir sind immer wieder aufs Neue verwundert, wie viele von vornherein aussichtslose Studienplatzklageverfahren durchgeführt werden, wenn wir zur Vervollständigung unserer Unterlagen Entscheidungen der betreffenden Verwaltungsgerichte nachträglich anfordern.

Unser Tipp: Lassen Sie sich niemals allein davon (ver)leiten, gegen welche Hochschulen die Durchführung von Studienplatzklageverfahren zeitlich (noch) möglich ist, insbesondere bei andernorts bereits abgelaufenen Fristen. Die zusätzliche und entscheidende Frage muss immer(!) lauten: Ist eine Studienplatzklage gegen die betreffende Hochschule erfolgversprechend?

Unser Rat: Bereiten Sie Ihre Studienplatzklage zum WS 2017/18 mit uns gut vor!

Wir nehmen Sie an die Hand! Gehen Sie Schritt für Schritt mit uns auf dem Weg zur individuell auf Sie abgestimmten Studienplatzklage.

  • Optimierung der Hochschulstart-Bewerbung in Medizin und Zahnmedizin (Studienplatzklage PLUS): Interessenten einer Studienplatzklage für Medizin bzw. Zahnmedizin können die Erfolgsaussichten ihrer Studienplatzklage verbessern, wenn sie rechtzeitig vor Ablauf der für sie geltenden Hochschulstart-Bewerbungsfrist 31. Mai 2017 (Altabiturienten) bzw. 15. Juli 2017 (Neuabiturienten) eine vollständige und an die Besonderheiten in einigen Bundesländern angepasste Hochschulstart-Bewerbung abgeben. Auf Wunsch optimieren wir Ihre Hochschulstart-Bewerbung im Rahmen unseres Beratungsangebots Studienplatzklage PLUS. Hierzu nehmen Sie bitte rechtzeitig vor dem Ablauf der jeweiligen Hochschulstart-Bewerbungsfrist mit uns Kontakt auf. Rufen Sie uns unter der im Festnetz kostenfreien Rufnummer 0800/8181555 an oder füllen Sie unser Formular für Interessenten einer Studienplatzklage (wahlweise als Online-Formular oder als pdf-Formular) aus und senden uns dieses zu.
  • Für alle gilt: Frühe Fristen einhalten! Erteilen Sie uns möglichst früh einen Auftrag zur Versendung der so genannten außerkapazitären Hochschulanträge an die Hochschulen mit frühen Fristen. Wichtig sind der 15. Juli 2017und der 1. September 2017. Wer diese Fristen versäumt, kann an den betreffenden Hochschulen zum Wintersemester 2017/18 keine Studienplatzklage mehr durchführen! Ihr Vorteil: Durch eine gestufte Mandatsbearbeitung ermöglichen wir eine optimale Studienplatzklage, auch wenn sich unsere Mandanten erst später entscheiden möchten, ob, gegen wie viele und gegen welche Hochschulen sie eine Studienplatzklage wünschen.
  • Hochschulrankings beachten: Orientieren Sie sich in den Studiengängen Medizin, Zahnmedizin, Tiermedizin, Psychologie an unseren Hochschulrankings zu den Erfolgsaussichten einer Studienplatzklage. Diese Rankings lassen wir Ihnen Ende August/Anfang September 2017 zukommen. Beschränken Sie sich bei der Auswahl der zu verklagenden Hochschulen möglichst nicht auf nur eine Hochschule. Andererseits sind in den jeweiligen medizinischen Studiengängen Studienplatzklageverfahren gegen mehr als 10-12 Universitäten nicht sinnvoll. Es werden anderenfalls zwangsläufig Universitäten verklagt, an denen keine Erfolgsaussichten gegeben sind.
  • Individuelle Klageprogramme: Anschließend legen wir gemeinsam mit Ihnen Ihr individuelles Klageprogramm fest. Dabei achten wir auf Ihre Vorleistungen und gleichen diese mit der Vergabepraxis der Verwaltungsgerichte ab. Nicht alle Verwaltungsgerichte lassen freie Studienplätze verlosen. Einige vergeben die Studienplätze nach Leistungskriterien. Da wir die Vergabekriterien der Verwaltunsgerichte kennen, können wir passgenaue Klageempfehlungen aussprechen.

Das Gerichtsverfahren

Erste Instanz

Nach der gemeinsamen Festlegung der von Ihnen gewünschten gerichtlichen Verfahren leiten wir diese durch Anträge auf Erlass einer einstweiligen Anordnung bei den zuständigen Verwaltungsgerichten ein. Durch entsprechenden Sachvortrag weisen wir das Gericht auf Fehler in der Kapazitätsberechnung der Universität hin und überwachen den Verfahrensablauf. Durch kanzleiinterne Aufteilung der Studiengänge auf unsere mittlerweile 8 Rechtsanwälte sind wir darauf vorbereitet, Sachvortrag vor den allermeisten Verwaltungsgerichten leisten zu können. Soweit ein Erörterungstermin vom Verwaltungsgericht anberaumt wird, vertreten wir unsere Mandanten bundesweit grundsätzlich persönlich.

Da die Eilanträge aller Antragsteller in erster Instanz zusammen entschieden werden, können leider auch andere Anwälte, die für ihre Mandanten lediglich den gerichtlichen Antrag stellen und sonst nichts oder nur vereinzelt vortragen, von den versierten Anwälten auf dem Gebiet des Hochschulzulassungsrechts profitieren, die um jeden freien Studienplatz wahrhaftig kämpfen. Spätestens in den Beschwerdeverfahren aber sind die wenigen Anwälte, die sich ernsthaft mit den jeweiligen Kapazitätsberechnungen der Hochschule und des Verwaltungsgerichts auseinandergesetzt haben, unter sich.

Das Verwaltungsgericht erlässt eine einstweilige Anordnung, wenn es nach Prüfung der Kapazitätsberechnungsunterlagen der Universität und des Vortrags der Antragsteller zu dem Ergebnis kommt, dass freie Studienplätze im gewünschten Fach und Fachsemester zur Verfügung stehen. In diesem Fall wird die jeweilige Hochschule verpflichtet, die festgestellte Zahl an Studienplätzen unter den Antragstellern zu verteilen. Die meisten Gerichte ordnen zur Vergabe ein Losverfahren an, manche vergeben nach Leistungskriterien. Einige Verwaltungsgerichte wirken auf einen zeitnahen Abschluss eines Vergleichs zwischen der Universität und den Antragstellern hin, sodass bei Zuweisung eines Studienplatzes oft noch frühzeitig im beantragten Semester mit dem Studium begonnen werden kann.

Zweite Instanz

Die Entscheidungen der Verwaltungsgerichte erster Instanz werden von uns selbstverständlich eingehend analysiert. Gegebenenfalls lassen wir diese im Beschwerdeverfahren in zweiter Instanz überprüfen. Auf diese Weise besteht die Möglichkeit, weitere Studienplätze nur für unsere Mandanten zu erstreiten. Eine erfolgreiche Durchführung von Beschwerdeverfahren ist nur erfahrenen Anwälten auf dem Gebiet der Studienplatzklage möglich, denn hier gilt der Grundsatz der ersten Instanz nicht mehr, wonach der Sachvortrag eines Anwaltes allen anderen zugerechnet wird. Die Zahl der Antragsteller ist in der zweiten Instanz deutlich geringer als in der ersten Instanz mit der Folge verbesserter Erfolgsaussichten.

Mandanteninformation

Über die Entscheidungen der Gerichte berichten wir aktuell auch auf unserem Internetportal im passwortgeschützten Mandantenbereich, sodass diese Informationen auch außerhalb unserer Bürozeiten jederzeit abrufbar sind.

Nachdem die Verteilungsverfahren an den Hochschulen stattgefunden haben, unterrichten wir unsere zugelassenen Mandanten umgehend von den Ergebnissen, geben weitere Tipps und stehen für Fragen zum Immatrikulationsvorgang zur Verfügung.

Kontakt

Wenn Sie sich für eine Studienplatzklage interessieren, rufen Sie uns für ein kostenloses Erstgespräch unverbindlich auf unserer Infoline 0800/8181555 (kostenfrei im Festnetz) an. Sie können uns zum Thema Studienplatz einklagen selbstverständlich aber auch per E-Mail bzw. über unser Kontaktformular erreichen. Oder Sie füllen gleich unser Formular für Interessenten einer Studienplatzklage aus. Unser Formular steht Ihnen wahlweise als Online-Formular oder als pdf-Formular zur Verfügung: